USt-Kategorie je Position
Jede Rechnungsposition trägt eine USt-Kategorie und daneben einen Steuersatz. Die Kategorie sagt, wie die Zeile steuerlich behandelt wird; der Satz sagt, mit wie viel Prozent. Beides wählst du im Klartext – die technischen Codes für das E-Rechnungs-Format setzt flstr automatisch.
Meist musst du hier gar nichts tun: Der Steuerfall der Rechnung stellt die Positionen automatisch passend ein. Die Felder je Position brauchst du nur, wenn einzelne Zeilen abweichen sollen.
Welche Kategorie wähle ich?
Standardmäßig stehen zwei Kategorien zur Auswahl – sie decken die allermeisten Rechnungen ab:
- Regelsatz – die Position wird normal versteuert. Den Prozentsatz wählst du daneben: 19 % oder ermäßigt 7 %. So bildest du auch gemischte Rechnungen ab, etwa Beratung (19 %) plus Buchverkauf (7 %) – einfach je Position den passenden Satz.
- Steuerfrei (§ 4 / § 19) – die Position trägt keine Umsatzsteuer, weil die Leistung befreit ist oder du Kleinunternehmer bist. Der Satz steht dann auf 0 %.
Brauchst du ausnahmsweise einen anderen Satz als 19/7/0 % (etwa den 16-%-Satz aus 2020 für eine alte Korrektur), aktiviere in den DATEV-Einstellungen „Freie Eingabe von Umsatzsteuersätzen aktivieren” – dann wird das Satz-Feld frei beschreibbar.
Weitere Kategorien für Auslandsgeschäfte (Reverse Charge, innergemeinschaftliche Lieferung, Ausfuhr) sind zunächst ausgeblendet und erscheinen erst, wenn du die Sonderfälle aktivierst – wie das geht und wann sie zutreffen: → Steuerfall wählen
Warum ist die Kategorie ausgegraut?
Sind die USt-Felder gesperrt und stehen fest auf „steuerfrei, 0 %”, ist dein Unternehmensprofil als Kleinunternehmer (§ 19) markiert. Das ist kein Fehler, sondern eine Schutzfunktion: Als Kleinunternehmer darfst du keine Umsatzsteuer ausweisen, und flstr macht den Fehler gar nicht erst möglich. Was dahintersteckt und wie du den Status änderst: → Kleinunternehmer
Mengeneinheit
Die Mengeneinheit jeder Position (z. B. Stück, Stunde, Pauschale, Tag) wählst du aus einer Liste in Klartext. Den zugehörigen technischen Code, den das E-Rechnungs-Format verlangt, setzt flstr automatisch – Tippfehler, an denen die Prüfung scheitern könnte, sind damit ausgeschlossen.
Für die Buchhaltung: BU-Schlüssel am Artikel
Nutzt du den DATEV-Export, genügt für den Normalfall (19 % / 7 %) die Automatik – flstr setzt die Buchungsschlüssel selbst. Braucht deine Buchführung für einzelne Artikel einen abweichenden Schlüssel, aktiviere in den DATEV-Einstellungen den Schalter „BU-Schlüssel am Artikel anzeigen” – danach lässt er sich auf der Artikel-Detailseite hinterlegen (deine Steuerberatung darf das immer).
Gut zu wissen – warum es die Kategorie zusätzlich zum Satz gibt
„0 %” allein sagt einem Finanzamt oder einer Empfänger-Software nicht genug: Warum keine Steuer? Weil die Leistung befreit ist? Weil der Empfänger sie schuldet? Weil die Ware die EU verlassen hat? Jeder dieser Gründe hat andere Folgen – für deine Umsatzsteuermeldung und für den Vorsteuerabzug deines Kunden.
Genau diesen Grund transportiert die Kategorie. Das europäische E-Rechnungs-Format verlangt ihn maschinenlesbar auf jeder Position – deshalb gibt es das Feld, und deshalb prüft flstr beim Festschreiben, dass Kategorie, Satz und Pflichthinweis zusammenpassen.
Die selten gebrauchten Kategorien „Nullsatz” und „Außerhalb des USt-Anwendungsbereichs” existieren ebenfalls (hinter demselben Sonderfall-Schalter) – brauchst du sie, weißt du es in der Regel von deiner Steuerberatung.